08.08.2010 - Top of the league
Kaum zu glauben aber wahr, die SVR steht nach 4 Runden an der Tabellenspitze
der österreichischen Bundesliga. Auch wenn das nach so wenigen Runden natürlich
nichts zu bedeuten hat, ist es eine sehr schöne Momentaufnahme. Am Sonntagabend
war man bei den seit 19 Pflichtspielen ungeschlagenen Austrianern zu Gast und
war von Beginn an die aktivere Mannschaft.
Der spanische Spielmacher Ivan traf bereits nach wenigen Minuten die Querlatte
und auch in weiterer Folge blieb die SVR die gefährlichere Mannschaft in
dieser Partie. Die Hausherren aus Wien konnten keine einzige wirkliche Torchance
verzeichnen. In Halbzeit 2 waren dann zunächst zwar die Veilchen das tonangebende
Team, die SVR blieb aber weiterhin im Konter brandgefährlich und kam somit
zu einigen weiteren guten Chancen. Nach etwas mehr als 70 Minuten tankte sich
Thomas Schrammel auf der linken Seite sehr gut durch und spielte den Ball perfekt
zur Mitte auf den wenige Sekunden zuvor eingewechselten Peter Hackmair, der
dem Austria-Tormann mit einem flachen Schuss ins Eck keine Chance ließ.
In den Schlussminuten versuchte die Austria noch einmal etwas mehr Druck aufzubauen,
die Rieder Abwehr stand aber an diesem Abend sehr gut und ließ sogut wie
keine gefährliche Aktion mehr zu. Im Gegenteil, Markus Hamerer hätte
mit 2 großen Konterchancen eigentlich sogar noch das 2:0 machen müssen,
scheiterte aber einmal an Goalie Lindner und schob den Ball einmal knapp am
Tor vorbei.
Vom Spielverlauf her also eindeutig ein verdienter Sieg der SVR, der so natürlich
nicht zu erwarten war.
Die Rieder Fanszene war natürlich nicht unbedingt erfreut über den
Sonntag-18:30-Termin, immerhin rund 100 Leute haben schlussendlich trotzdem
die Reise auf sich genommen und die Mannschaft vom Gästeblock aus unterstützt.
Diese Unterstützung konnte sich vor allem in den ersten Minuten durchaus
sehen (hören) lassen. Die Lautstärke der Gesänge war für
diese geringe Anzahl an Gästefans durchaus ganz gut und auch die Abwechslung
stimmte. Nach etwa 20 Minuten flachte die Stimmung dann aber vorerst ab und
es wurde nur noch vereinzelt etwas angesungen. Halbzeit 2 ging man zunächst
auch etwas ruhiger an, einige Gesänge wussten zwar durchaus zu gefallen,
dazwischen waren aber immer wieder minutenlange Supportpausen.
Das Führungstor beflügelte die Gästefans aber natürlich
noch einmal enorm und somit kam in den Schlussminuten noch einmal richtig Stimmung
auf.
Die Osttribüne der Violetten insgesamt mit einem ziemlich enttäuschenden
Auftritt. Von der Lautstärke her konnten nur ganz wenige Gesänge überzeugen,
der Rest wurde relativ leise vorgetragen. Auch in punkto Abwechslung hätte
man sich mehr erwartet. Dass die violetten Wiener das besser können, haben
wir bei unseren letztjährigen Besuchen dort gemerkt.
Jetzt heißt es die unangenehme Hürde Sturm/Amateure im Cup zu überstehen
und dann im nächsten Auswärtsspiel die spielstarken Wr.Neustädter
ähnlich zu fordern wie den Vizemeister.
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