20.9.2011 - Zittersieg in der 2. Cuprunde

In der 2. Runde des ÖFB-Cups bescherte uns die Auslosung einen Gegner aus der niederösterreichischen Landesliga. Unsere Reise führte uns nach Götzendorf, wo man ein Spiel zu sehen bekam, mit dem man so nicht gerechnet hatte, denn der klare Klassenunterschied war eigentlich nicht zu erkennen. Bereits nach 2 Minuten gingen die Hausherren durch die Nummer 7 in Führung (dieser Herr wird auch im späteren Verlauf dieses Berichtes noch einmal Erwähnung finden). Nur 5 Minuten später konnte Guillem jedoch durch einen Elfmeter ausgleichen. Wirkliche Höhepunkte fehlten in weiterer Folge. Auch nach dem Ausschluss eines Götzendorfer Spielers kurz nach der Pause, konnte die vorerst SVR nur selten für Gefahr in der Offensive sorgen. Es dauerte über 70 Minuten, bis Robert Zulj für die erstmalige Rieder Führung sorgen konnte, welche von den 10 Spielern der Hausherren allerdings quasi im Gegenzug noch einmal ausgeglichen werden konnte. Danach drückte die SVR auf ein weiteres Tor und war in dieser Phase erstmals klar feldüberlegen. In der Schlussminute gelang dann doch noch der so wichtige Treffer zum 3:2 aus Rieder Sicht. Thomas Reifeltshammer stieg nach einer Lexa-Ecke am höchsten und beförderte den Ball ins Netz. Etwas glücklich, dass der Schiri dabei das vermeintliche Handspiel des Rieder Abwehrspielers nicht geahndet hatte. Mit diesem erzitterten 3:2-Erfolg spielt man nun am 25. oder 26. Oktober bereits um den Viertelfinal-Einzug des Bewerbs.

Rund 25 Leute der Rieder Fanszene hatten sich am idyllischen Götzendorfer Sportplatz eingefunden. Supportet wurde zwar so gut wie gar nicht, die zuvor erwähnte Nummer 7 der Götzendorfer gab den Leuten im Gästesektor aber einen guten Grund, sich trotzdem lautstark bemerkbar zu machen. Nach seinem frühen Tor zum 1:0 drehte er sich in die Richtung des Rieder Sektors und fiel mit extrem provokanten Gesten auf. Die erbosten Rieder Fans bedachten den Spieler daraufhin mit vielen Schmährufen, um nicht gar zu sagen Hasstiraden und ließen keinen Ballkontakt des Spielers unkommentiert.
Etwa 800 Zuschauer der Hausherren wollten sich diese Partie gegen den amtierenden Cupsieger ebenfalls nicht entgehen lassen und sorgten für einen gut gefüllten Sportplatz. Anstatt der eigenen Mannschaft nach dem Schlusspfiff für die tolle kämpferische Leistung zu applaudieren, konzentrierte man sich auf Seiten der Niederösterreicher allerdings nur auf das Auspfeifen des Schiedsrichters und der Rieder Mannschaft. Besser präsentierte sich hingegen eine kleine Gruppe mit sehr jungen Götzendorfer Fans, die mit Fahnen, Transparenten und auch Gesängen auf sich aufmerksam machen konnten.

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