03.03.2009 - Cup-Aus in Mödling

Für die Fanszene der SV Ried war dies DAS Spiel der Saison, worauf man sich schon seit Wochen freute. Endlich mal wieder ein Spiel, in dem es um etwas ging, nachdem ja in der Meisterschaft weder nach oben, noch nach unten noch viel passieren kann. Dies sorgte dafür, dass auch an einem Dienstag mal wieder eine ansehnliche Zahl an Auswärtsfahrern vertreten war. Knapp 200 Rieder fanden sich im Gästesektor ein und mussten ein grausames Spiel von beiden Seiten mitansehen. Nachdem es lange 0:0 stand und beide Seiten nur wenige Torchancen vorgefunden hatten, konnte die SVR plötzlich in Minute 81. mit 1:0 in Führung gehen. Man sah schon fast wie der Sieger aus, jedoch führte ein unachtsamer Moment in der 90. Minute doch noch zum Ausgleich.
In der Verlängerung hatte nun zu Beginn das Heimteam die besseren Möglichkeiten und ging dann auch verdient in der 100. Minute mit 2:1 in Führung. Danach wieder die SVR am Drücker, allerdings ohne wirklich gefährlich zu werden. Ständige Zeitverzögerungen und Schwalben der Admiraner sorgten fortan für teils gehässige Stimmung aus dem Gästeblock. Doch als viele sich schon mit dem Cup-Ausscheiden abgefunden hatten schaffte die SVR doch noch den Ausgleich. In der 119. Minute konnte Salihi nach einer Flanke per Kopf verwerten und die Mannschaft so ins Elfmeterschießen retten. Umso bitterer, dass dieser Elferkrimi dann schlussendlich doch wieder an die Admiraner ging. Hadzic und Bammer hatten jeweils sehr schwach (flach in die Mitte) geschossen und bereiteten so dem gegnerischen Torwart keine Probleme. Ein Ausscheiden, das besonders weh tut, weil nun kein wirkliches Ziel mehr da ist, auf das man in dieser Saison noch hinarbeiten könnte.

Dabei hatte es trotz des schwachen Spiels eigentlich so schön begonnen, denn anstatt der inzwischen üblichen 30-50 Auswärtsfahrer konnte man sich diesmal über knapp 200 freuen und das noch dazu an einem Dienstag. Nahezu das gesamte Spiel herrschte gute Stimmung im Gästeblock. Abwechslungsreicher Support, sowie einiges an Pyrotechnik machten Lust auf mehr. Umso enttäuschender schlussendlich das Ausscheiden und das Verhalten der Mannschaft nach Ende des Spiels. Die über 120 Minuten andauernde Unterstützung war wohl nur für einen Spieler Anlass genug, zu den Fans zu kommen und sich zu stellen bzw. zu bedanken. Großer Respekt und Dank dafür an Stefan Lexa.

Leider ist es nicht geglückt wieder ein wenig Euphorie in Ried zu entfachen, die sich vielleicht auch positiv auf so manches Liga-Auswärtsspiel ausgewirkt hätte. Man wird sich damit abfinden müssen, dass es wieder trister Alltag ist, wenn man mit den üblichen 50 Leuten in einem Gästesektor in Wien, Graz, Klagenfurt oder wo auch immer vertreten ist...

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