09.11.2010 - Viertelfinale erreicht!
Nur eineinhalb Wochen nach dem 3:0-Derbysieg in der Meisterschaft konnte die
SVR auch im Cupduell gegen die Linzer einen Auswärtssieg auf der Gugl erringen.
Ganz so eindeutig wie im letzten Match war es jedoch dieses Mal nicht mehr.
In einem recht ausgeglichenen Spiel fehlten zunächst die Höhepunkte
und die Partie spielte sich großteils im Mittelfeld ab. Eine der ersten
wirklich gefährlichen Aktionen der Gäste führte prompt zu einem
Elfmeter. Guillem wurde nach 22 Minuten im gegnerischen Sechzehner zu Fall gebracht,
sein Landsmann Nacho trat anschließend zum Strafstoß an. Leider
platzierte er den Ball halbhoch und relativ zentral, weshalb der Linzer Torhüter
Mandl nicht allzu viele Probleme hatte, den Ball abzuwehren. Nach 36 Minuten
machte der Spanier aber seinen Fehler wieder gut und traf nach einer Ecke zum
1:0 für die SVR.
Die Partie verlief weiterhin recht unspektakulär, die SVR zwar leicht feldüberlegen,
Chancen gab es aber auf beiden Seiten nur sehr wenige. Erst in der Schlussphase
konnte der LASK dann noch 2-3 Mal gefährlich vor das Rieder Tor kommen,
allerdings führte die Schlussoffensive der Linzer auch noch zu einigen
Konterchancen für die SVR. Schlussendlich fielen aber keine Tore mehr und
es blieb beim knappen, insgesamt aber verdienten 1:0-Sieg für die SVR.
Nur knapp 2.000 Zuschauer fanden sich an diesem Dienstagabend auf der Linzer
Gugl ein. Davon kamen mit rund 700-800 Leuten fast die Hälfte aus Ried.
Choreographie gab es an dieses mal keine, im Gästesektor wurden zu Beginn
der Partie aber zahlreiche schwarz-grün gestreifte Fahnen geschwenkt. Stimmungsmäßig
legte man auch dieses Mal recht gut los. Vor allem das ansonsten sehr leere
Stadion kam dabei der Akustik zu Gute, da dadurch viele der Gesänge einigermaßen
laut zurückhallten. Nach etwas mehr als 20 Minuten konnte man die gute
Stimmung der Anfangsminuten aber nicht mehr ganz beibehalten. Ab dem Führungstreffer
kurz vor der Pause wurde der Support dann aber allmählich wieder besser.
Gleich nach dem Tor wurde dann zudem auch etwas Pyro im Sektor gezündet.
In Halbzeit 2 gab es erneut einiges an Rauch, sowie ein Spruchband der Supras/JFS
mit der Aufschrift "Inzest, Pest und Cholera - Die Fans vom ASK",
welches zunächst hochgehalten und dann an der Glaswand in Richtung Heimfans
aufgehängt wurde. Der Support wollte in den Anfangsminuten der 2. Hälfte
noch nicht so richtig in Fahrt kommen, wurde aber gegen Ende des Spieles wieder
immer besser. In der Schlussphase ließen sich dann wieder alle Leute im
Sektor mitreißen und es wurde teilweise eine sehr hohe Lautstärke
bei einigen Gesängen erreicht. Vor allem ein "Wir holen beide - Pokal
und Scheibe" oder das "Kling glöckchen"- Lied wussten hierbei
sehr zu gefallen, auch wenn solche Gesänge trotz des momentanen Erfolgslaufes
natürlich weiterhin mit einer Prise Humor zu verstehen sind.
Auf der Heimseite hatten sich scheinbar Teile der Fanszene zu einem Boykott
dieses Spiels entschieden, zumindest war deren Bereich auffallend leer, wenngleich
es den Anschein hatte, also ob er sich im Laufe des Spiels zumindest noch ein
bisschen füllte. Von organisiertem Support war an diesem Abend von den
wenigen Linzer Anhängern nichts zu vernehmen, einzelne Beschimpfungen in
Richtung Gästeblock, sowie Sprechchöre gegen den Präsidenten
waren aber hin und wieder kurz zu hören. Auch auf Fanclub-Transparente
hatte man verzichtet. Ab etwa der 10. Minute wurde jedoch durchgehend bis zum
Spielende das bereits aus Kapfenberg bekannte "Reichel raus"-Transparent
im Sektor gezeigt.
Die SVR schafft es also auch in der Saison 2010/2011 wieder, im Cup zu überwintern
und ist somit einer der Viertelfinalisten, die im April 2011 dann weiter um
die Cuptrophäe kämpfen.
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