31.03.2010 - Mühevoller Halbfinaleinzug

Bei der Auslosung zum Viertelfinale hatte man sich noch über ein vermeintlich leichtes Los gefreut, da mit Austria Lustenau "nur" ein Zweitligist zu Gast in Ried sein sollte. Nach den letzten Leistungen und Ergebnissen der SVR in der Meisterschaft jedoch, konnte man auch vor diesem Spiel nicht mehr von einer klaren Favoritenrolle sprechen. Schlussendlich wurde es dann ein ganz enges Duell mit 2 in etwa gleich schlechten Mannschaften. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, die keine Höhepunkte zu bieten hatte und hauptsächlich von Fehlpässen und Ungenauigkeiten geprägt war, startete die SVR mit etwas mehr Schwung in die 2. Hälfte. In dieser Phase gelang Herwig Drechsel auch der Führungstreffer. Doch leider schaffte man es nicht, nach diesem Treffer nachzulegen, sondern es entwickelte sich wieder ein ähnliches Spiel wie schon in den ersten 45 Minuten. Chancen waren auf beiden Seite Mangelware, doch die Gäste konnten in der 89. Minute doch noch zum Ausgleich kommen. Danach standen 2 Mal 15 Minuten extra auf dem Programm, in denen sich erneut keine der beiden Mannschaften einen Vorsprung herausschießen konnte. Somit kam es zu einem Elferkrimi. Nachdem Drechsel verwandelte, brachte Florian Mader den Ball nicht im Tor unter und Lustenau ging somit nach 2 Schützen erstmals in Führung. Den dritten Elfmeter der Gäste konnte jedoch Thomas Gebauer abwehren und der vierte Lustenauer Schütze jagte den Ball klar über das Tor, während dazwischen die Rieder Schützen Nummer 3 und 4 souverän verwandelt hatten. Martin Stocklasa war es dann, der mit seinem Elfertor den Einzug ins Halbfinale endgültig fixierte.

Offiziell waren 3.000 Zuschauer an diesem Mittwochabend im Stadion anwesend, in Wahrheit dürften es aber wohl etwas weniger gewesen sein. Die Westtribüne, im mittleren Teil recht gut gefüllt, konnte in der Anfangsphase für recht solide Stimmung sorgen, welche jedoch schon nach wenigen Minuten wieder einschlief. In der restlichen ersten Halbzeit wurde zwar fast pausenlos supportet, die Lautstärke war aber zu keinem Zeitpunkt zufriedenstellend. Erst nach dem Führungstreffer war plötzlich wieder etwas mehr los, aber insgesamt blieb auch Halbzeit 2 auf eher schwachem Niveau. Erst in der Verlängerung waren dann auch auf den Rängen eindeutig mehr Emotionen im Spiel und die SVR wurde wieder intensiver angefeuert. Beim Elferschießen direkt vor der Westtribüne sorgte der gegnerische Tormann dann für eine noch zusätzlich aufgeheizte Stimmung, als er den Supras-Schal von Thomas Gebauer aus dem Tornetz herausriss.
Schlussendlich wurden die Spieler wie nach jedem Sieg gefeiert, was in diesem Fall eigentlich sehr unangebracht war. Die letzten Ergebnisse und die Leistung im Spiel gegen den Lask, sowie auch die 120 Minuten gegen Lustenau waren einfach nicht akzeptabel und die Spieler sollen jetzt nicht glauben, mit diesem doch recht glücklichen Einzug in die nächste Cuprunde wieder alles andere vergessen zu machen. Vor allem im Derby am Samstag muss einfach eine 100%-ige Leistungssteigerung her und man muss wieder den Kampfgeist erkennen können, der die SVR früher so stark machte.
Die Lustenauer Fanszene zeigte einen durchaus soliden Auftritt. Wenn man den schlechten Mittwoch-Abendtermin, sowie die weite Anreise berücksichtigt, so sind die rund 50 Leute, die an diesem Abend anwesend waren durchaus okay für eine ebenfalls relativ kleine Fanszene. Generell traten sie auch relativ kompakt auf und es war stets Bewegung im Sektor, sei es durch dauerhaften Fahneneinsatz, oder auch Klatscheinlagen.

Bei den verbleibenden Mannschaften im Cup ist nun natürlich alles möglich, sofern es die SVR schafft, endlich wieder an die Form des Herbstes anzuknüpfen.

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