20.04.2011 - Auf ins Halbfinale!

Nach dem letztjährigen Cup-Aus gegen Sturm im Halbfinale, empfing man die Grazer dieses Mal bereits eine Runde früher. Erneut war es eine sehr knappe Partie, dieses Mal durfte aber schlussendlich die SVR über das Weiterkommen jubeln. Beide Seiten ließen zu Beginn wenig Chancen des Gegners zu und es spielte sich sehr viel im Mittelfeld ab. Mit einer der ersten schönen Aktionen konnte die SVR jedoch bereits nach 18 Minuten den wichtigen Führungstreffer erzielen. Daniel Royer schloss nach einer tollen Vorlage von Anel Hadzic mit einem satten Schuss ins lange Eck ab. Kurz vor der Pause dann eine gute Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, Hadzic wurde jedoch bei seinem Schussversuch innerhalb des Strafraums zu Fall gebracht. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb aber stumm. Hier hätte man durchaus auch auf Elfmeter entscheiden können. Sturm auch in Halbzeit 2 kaum gefährlich, einzig bei einem Burgstaller-Kopfball musste sich der wiedererstarkte Rieder Schlussmann Thomas Gebauer ordentlich strecken. Die Grazer versuchten natürlich in den Schlussminuten nochmal alles nach vorne zu werfen, wodurch sich für die Heimelf natürlich Konterchancen ergaben. Bereits in der Nachspielzeit konnte Hadzic dann eine dieser Möglichkeiten zum entscheidenden 2:0 verwerten. Während im Stadion noch alle mit dem Torjubel beschäftigt waren, kamen die Grazer durch eine verunglückte Kopfball-Rückgabe dann schlussendlich doch noch zum 2:1. Gleich danach erfolgte allerdings der Schlusspfiff und der erneute Halbfinaleinzug der SVR war perfekt.

Dass der Cup in Österreich einen nur sehr niedrigen Stellenwert besitzt, zeigte sich auch an diesem Abend wieder. Nur knapp 3.300 Besucher sahen dieses Match live im Stadion. Die Westtribüne war in den äußeren Bereichen zwar relativ leer, das Zentrum jedoch gut gefüllt und man stand dort eng beisammen. Während die Stimmung zunächst nur durchschnittlich war und viele Gesänge relativ schnell wieder an Intensität verloren, so wusste der Support der Rieder Fanszene vor allem in den letzten 20-25 Minuten sehr zu gefallen. Die Mannschaft wurde dabei nochmals lautstark nach vorne getrieben und auch der eine oder andere "FINALE"-Gesang durfte natürlich nicht fehlen. Auf die Stimmung in den Schlussminuten kann man also durchaus aufbauen, auch wenn davor maximal Durchschnittliches geboten wurde.

Die Gäste aus Graz mit einem sehr beachtlichen Auftritt im Innviertel. An einem Mittwochabend bei relativ ungünstiger Anstoßzeit brachten sie über 600 Fans nach Ried und füllten den Gästeblock damit zur Gänze. Auch was die Stimmung betrifft, verkauften sich die Grazer nicht schlecht, auch wenn sie keine konstant hohe Lautstärke erreichten, wie es ihnen früher bereits das eine oder andere Mal in Ried gelang.

Im Halbfinale wartet nun in einem weiteren Heimspiel Rapid Wien!

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