28.07.2011 - 3.Qualifikationsrunde Europa League - SV Ried - Brøndby
IF 2:0
Seit dem Vizemeistertitel im Jahr 2007 schaffte es die SV Ried durch
den Cuptitel 2011 erstmals wieder, sich für einen europäischen Clubbewerb
zu qualifizieren. An diesem Abend stand die 3.Quali-Runde zur Europa-League
an, wo man als ungesetztes Team auf den dänischen Traditionsclub Brøndby
Kopenhagen traf. Die Auslosung bescherte uns zuerst das Heimspiel gegen die
Skandinavier. In der Anfangsphase wurde Brøndby seiner Favoritenrolle
absolut gerecht und hatte das Spiel ganz klar im Griff. Sie erspielten sich
die klar besseren Torchancen und ließen kaum Rieder Offensivaktionen zu.
Doch ein in Topform agierender Thomas Gebauer bewahrte die SVR mit einigen guten
Paraden vor einem frühen Gegentreffer. Nach etwas mehr als einer halben
Stunde fiel dann plötzlich das ziemlich überraschende 1:0 für
die Gastgeber. Florian Mader verwandelte einen Freistoß aus seitlicher
Position direkt im langen Eck. Danach fand man immer besser ins Spiel, ging
dann aber vorerst einmal mit der knappen Führung in die Halbzeitpause.
In den zweiten 45 Minuten legte das Team der SVR dann einen Blitzstart hin.
Nach einer Flanke von Carril verwandelte Daniel Royer per Kopf zum 2:0 und dies
bereits rund 40 Sekunden nach Wiederanpfiff. In weiterer Folge hatte man das
Spiel gut im Griff, auch da die Dänen teilweise sehr ungenau im Passspiel
agierten. In der Schlussphase kamen die Grün-Schwarzen dann aber doch noch
ein paar Mal in Bedrängnis, doch ein überragender Thomas Gebauer konnte
sämtliche Chancen entschärfen und mutierte somit zum Mann des Spiels.
In der Nachspielzeit hatte dann der kurz vor der Pause eingewechselte Anel Hadzic
sogar noch eine gute Chance auf 3:0 zu stellen, sein Kopfball verfehlte das
Tor jedoch knapp. Somit blieb es beim 2:0, was für das Rückspiel am
4.8. eine durchaus gute Ausgangssituation für die SVR darstellt.
Da bei UEFA-Bewerben keine Stehplätze erlaubt sind, mussten die Leute vom
Weststand auch dieses Mal wieder auf die gegenüber liegende Ost-Tribüne
übersiedeln, während die Gästefans an der westlichen Ecke der
Südtribüne untergebracht wurden. Aufgrund der gesperrten Stehplatzsektoren
durften also nur 4.500 Leute ins Stadion. Genau so viele Menschen waren es schlussendlich
auch, die sich im Rieder Stadion einfanden.
Die Rieder Fanszene hatte für dieses Spiel eine Choreo vorbereitet. Während
auf einer kleinen Zaunfahne in der Mitte des Sektors "Lasst uns diese Farben
durch ganz Europa tragen" geschrieben stand, wurden auf der ganzen Osttribüne
grüne Folienstäbe, sowie mittig schwarze & weiße Plastikfolien
verteilt. Diese wurden dann beim Einlauf der Mannschaften hochgehalten, was
ein durchaus sehenswertes Bild ergab. Der Support auf der Osttribüne war
in den Anfangsminuten zwar durchaus okay, die Mitmachquote war aber auf jeden
Fall noch deutlich verbesserungswürdig. Nach dem Führungstreffer wurde
dies dann allmählich besser. Der Bereich der aktiven Supporter breitete
sich immer weiter aus und in Hälfte 2, vor allem aber in der Schlussphase
der Partie, sorgte die Rieder Fanszene für tolle Stimmung. Nahezu die gesamte
Tribüne, sowie auch zahlreiche Leute in den anderen Sektoren ließen
sich in dieser Phase zum Mitmachen animieren.
Die Gäste aus Kopenhagen brachten es auf etwa 300 Leute und hatten vor
allem optisch einiges zu bieten. Als Intro gab es Konfetti, Wurfrollen und dergleichen
und dazu auch etwas Pyro, sowie zahlreiche in blau-gelb gehaltene Fahnen. Einige
dieser Fahnen waren auch während der gesamten 90 Minuten in Bewegung, was
durchgehend für ein recht stimmungsvolles Bild sorgte. Wie gut der akustische
Auftritt war, lässt sich relativ schwer beurteilen, da man aufgrund der
Position des Gästesektors kaum etwas von den dänischen Fans mitbekam.
AUF NACH KOPENHAGEN
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