27.12.2008 - 29.12.2008 Groundhopping in London
Am Samstagmorgen ging es bereits um ca. 7 Uhr mit 4 Personen los in
Richtung Flughafen Salzburg. Der Abflug nach London verspätete sich etwas
und so waren wir erst gegen 10:30 in der Luft. Nach der Landung um ca. 11:30
Ortszeit ging es per Stansted Express gleich zur Station Tottenham Hale. Nach
einer kurzen Stärkung nahmen wir gleich eines der bekannten Black Cabs
und ließen uns gleich an der nahegelegenen White Hart Lane, dem Stadion
der Tottenham Hotspurs abliefern. Leider gab es zu dieser Zeit keine Chance
auf eine Stadionführung, wodurch wir es nur von außen begutachten
konnten. Zu den zuvor erwähnten Black Cabs bleibt zu sagen, dass diese
doch gewisse Überraschungen bereithalten, wenn man nur gewöhnliche
Taxis aus der Heimat kennt.
Danach begaben wir uns auf die Suche nach einer passenden Unterkunft für
die 2 Nächte in London. Ein Taxifahrer konnte uns einen guten Tipp geben
und somit hatten wir um 20 Pfund pro Nacht eine relativ günstige Schlafgelegenheit
gefunden. Luxus konnte man sich zwar klarerweise nicht erwarten, aber für
diesen Preis war es durchaus okay, was wir geboten bekamen. Das Hotel lag etwas
nördlich außerhalb des Zentrums, in der Nähe des Emirates Stadiums
von Arsenal.
Am Nachmittag ging es dann in Richtung Oxford Street, bevor wir dann am Abend
versuchten im Zentrum mal ein wenig ins Nachtleben dieser Metropole einzutauchen.
Es wurde das ein oder andere Pub, so wie auch ein Club aufgesucht. Trotzdem
war diese abendliche Tour irgendwie enttäuschend, da nirgendwo so richtig
Partystimmung herrschte. Auch die Preise ließen leider nicht allzu viel
Freude aufkommen.
Am 2. Tag ging es wieder los in Richtung The Den, die Heimstätte des Millwall
FC. Im Anschluss daran war gleich der Erzrivale aus dem Osten Londons, nämlich
West Ham United an der Reihe. Im Boleyn Ground (Upton Park) fand an diesem Nachmittag
das Spiel zwischen West Ham und Stoke City statt. Wir hatten bereits im Vorfeld
Karten für dieses Match ergattert und machten uns rechtzeitig etwa eine
Stunde vor Spielbeginn auf ins Stadion. Sehr auffallend war, dass etwa 5 Minuten
vor Spielbeginn noch kaum Plätze auf den Tribünen besetzt waren und
sich das Ganze dann innerhalb weniger Minuten komplett füllte. Die Atmosphäre
in diesem Stadion ist absolut nicht vergleichbar mit jener in einem österreichischen
Stadion. Die Stimmung ist absolut situationsabhängig und es gibt im Grunde
genommen kaum Support. Von Seiten des Heimteams gibt es vielleicht 2-3 Gesänge,
die je nach Situation angestimmt werden. Diese kommen dann aber doch sehr imposant
rüber, da hier meist alle Tribünen beteiligt sind. Vor allem der Torjubel
sorgte eindeutig für Gänsehautstimmung. Der Gästeblock mit etwas
mehr unterschiedlichen Supporteinlagen und immer wieder recht laut zu vernehmen,
allerdings auch im eigentlich typisch englischen Stil. Das Spiel im Vergleich
zur heimischen Bundesliga verdammt schnell, allerdings für englische Verhältnisse
sicher nicht hochklassig. Nach einer frühen Führung für die Gäste
gab es kurz nach der Halbzeit den Ausgleich. Der späte Siegestreffer für
die Hammers war schlussendlich aufgrund der 2. Hälfte dann auch verdient.
Mit dem 2:1 rückte West Ham auf den 10. Platz vor und verbannte Stoke auf
die Abstiegsränge.
Tag 3 führte uns noch zum Emirates Stadium und danach erneut ins Zentrum
Londons, wo noch versucht wurde, das ein oder andere Schnäppchen im Abverkauf
zu ergattern. Vor allem Sport- und Fanartikel waren nämlich teilweise um
bis zu 80% reduziert und somit verdammt günstig zu bekommen. Am späten
Nachmittag ging es dann wiederum per Stansted Express zurück zum Flughafen.
Übrigens sollte erwähnt werden, dass wir eigentlich geplant hatten,
in London hauptsächlich mit der U-Bahn von A nach B zu reisen, allerdings
stellte sich schlussendlich heraus, dass wir mit dem Taxi kaum mehr bezahlten,
da die Tageskarten der U-Bahn doch recht gesalzene Preise hatten. Somit schafften
wir es an 3 Tagen, kein einziges Mal die Tube zu sehen, insgesamt aber 16 mal
in ein Taxi zu steigen. Dabei kamen wir insgesamt aber maximal auf Mehrkosten
von 15-20 Pfund pro Person, ersparten uns aber jedesmal lange Fußwege.
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