03.10.2009 - Punkteteilung im Auswärtsderby
Nach dem überzeugenden 5:2-Erfolg eine Woche zuvor, stand an diesem Abend
erneut ein OÖ-Derby auf dem Programm. Die Gastgeber aus Linz konnten bereits
früh durch einen Elfmeter mit 1:0 in Führung gehen. Die SVR ließ
sich von diesem Rückstand jedoch absolut nicht beeindrucken und drückte
sofort auf den Ausgleich, welcher nur durch eine Fehlentscheidung der Unparteiischen
verhindert wurde. Diese wollten nach einer Flanke von Lexa auf Nuhiu eine Abseitsstellung
erkannt haben. Tatsächlich war der Stürmer zuvor im passiven Abseits
gestanden, vor der Flanke war allerdings schon lange eine neue Spielsituation
entstanden, weshalb das Tor eigentlich regulär gewesen wäre. In der
31. Minute war es dann aber tatsächlich so weit. Erneut kam eine Flanke
von Lexa direkt auf Nuhiu, welcher ohne Probleme zum 1:1 einköpfeln konnte.
In einer allgemein sehr ausgeglichenen Partie fehlten dann bis zur Halbzeit
auf beiden Seiten die wirklich großen Chancen.
Halbzeit 2 begann mit einem schnellen Angriff der Linzer, welcher leider auch
gleich verwandelt werden konnte. Somit hieß es nach bereits 46 Minuten
2:1 für den LASK. In den folgenden Minuten waren die Linzer zwar klar feldüberlegen
und versuchten die Entscheidung herbeizuführen, jedoch stellte sich die
Rieder Defensive geschickt an und ließ kaum Chancen zu. Nach etwa einer
Stunde kam dann die SVR zum erneuten Ausgleich, als Oliver Glasner einen Freistoß
mit dem Kopf verlängerte und im Eck versenkte. In weiterer Folge war dann
vorerst die SVR dem Führungstreffer näher, nach der gelb-roten Karte
für den Rieder Linksverteidiger Thomas Schrammel drückten in den letzten
10 Minuten jedoch noch einmal die Linzer. Schlussendlich blieb es dann aber
bei einem durchaus gerechten 2:2.
Die Rieder Fanszene war zu diesem Spiel mit Bussen angereist, zahlreiche Autofahrer
und einige Zugreisende gesellten sich jedoch auch zu uns in den Gästeblock.
Alles in Allem wohl etwa 1.000 Rieder an diesem Abend in Linz. Um die Choreographie
hatte sich diesmal unsere Gruppe gekümmert. Am Zaun montierten wir einen
etwa 20 Meter langen Banner mit der Aufschrift "Innviertler Jungs",
wo zwischen den beiden Wörtern eine Karte von OÖ mit dem hervorgehobenen
Innviertel zu sehen war. Passend zu den Farben des Banners, gelb-weiß
(Stadtfarben von Ried bzw. auch des Innviertels), sowie grün-schwarz, wurden
im Sektor Luftballons verteilt welche als Intro dienten. Zu Beginn der 2.Halbzeit
folgte dann der 2. Teil unserer Choreo. Es wurde ein Transparent mit der Aufschrift
"2.630.880 Minuten Spritzwyhne Vanatics" gezeigt und dazu im ganzen
Sektor fleißig gezündelt. Wer etwas nachdenkt bzw. rechnen kann,
wird wohl draufkommen, dass diese Minutenanzahl 5 Jahre ergibt (Schaltjahre
eingerechnet ;) )
Die Stimmung im Gästeblock wusste von Beginn an zu gefallen, da quasi jeder
im Sektor mitmachte. Der frühe Rückstand sorgte zwar für einen
kurzen Stimmungseinbruch, spätestens nach dem nicht gegebenen Tor von Nuhiu
wachten die Supporter in unserem Block aber wieder auf. Der wirkliche Ausgleich
wurde dann mit einigen bengalischen Fackeln im Sektor ausgelassen gefeiert.
In den letzten Minuten der ersten Halbzeit gabs dann recht ansprechenden und
auch abwechslungsreichen Support. Genau diese Abwechslung fehlte dafür
zu Beginn der 2. Halbzeit, als vom Anpfiff bis zum erneuten Ausgleich der SVR
(ca. in Minute 60) ein und derselbe Gesang aus dem Gästesektor zu hören
war. Der Ausgleich brachte dann aber nochmal etwas Schwung und zum Glück
auch etwas mehr gesangliche Vielfalt.
Die Linzer zeigten zu Beginn einen Banner mit der Aufschrift "Let's fight
Laskler" und dazu einige Doppelhalter mit allen 4 Buchstaben des Wortes
"LASK" auf die Sektoren verteilt. In die 2. Halbzeit starteten sie
dann ebenfalls mit etwas Pyrotechnik. Von der Stimmung der Hausherren hatte
man sich doch etwas mehr erwarten können. Vereinzelte Gesänge kamen
zwar ganz gut rüber, oftmals schien aber für einige Minuten wieder
die Luft draußen zu sein, da man immer mal wieder kaum was zu hören
bekam. Nach dem doch recht guten Auftritt der Linzer vergangene Woche in Ried
war die Heimperformance doch etwas enttäuschend.
Nach dem Spiel gab es noch kleinere Auseinandersetungen von Rieder Fans mit
den vor dem Sektor postierten Securities sowie Polizisten. Vereinzelte Rieder
waren über den Zaun geklettert und in Richtung der Mannschaft marschiert,
was die genannten Security-Typen gleich wieder als Bedrohung auffassten und
dabei etwas hart reagierten. Auch die Linzer ließen sich dann nicht lange
bitten und einige von ihnen marschierten auf der Laufbahn in Richtung Gästesektor.
Schlussendlich aber viel Wind um nichts, da die große Anzahl an Polizisten
ein Aufeinandertreffen der beiden Fangruppen sowieso nahezu unmöglich machte.
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