03.04.2010 - 2:2 im Heimderby
Nach der bitteren Niederlage im Auswärtsderby, gab es bereits eine Woche
später die Chance auf eine Revanche im Innviertel. Lange Zeit sah es gut
aus, dass es an diesem Samstagabend mit einem Heimsieg klappen würde, schlussendlich
reichte es aber doch nur zu einem Remis. Bereits nach 7 Minuten erzielte Markus
Hammerer die Führung für die SVR. Leider konnte diese quasi im Gegenzug
von den Linzern ausgeglichen werden. Doch die SVR legte nach und zeigte in diesem
Spiel wieder sehr viel Einsatz, den man in den letzten Partien teilweise etwas
vermisst hatte. Wegen Abseits wurde das vermeintliche 2:1 erneut durch Hammerer
dann jedoch nicht gegeben. Nach 27 Minuten konnte jedoch Stefan Lexa mit einem
Freistoß das Führungstor erzielen. In weiterer Folge gab es noch
einige weitere Chancen auf eine höhere Führung, unter anderem auch
einen Stangenschuss von Hammerer. Auch in der 2. Hälfte bestimmten die
Hausherren zumeist das Spielgeschehen und spielten einige sehr gute Chancen
heraus. Leider konnte keine davon genutzt werden und so kam es schlussendlich
doch noch zum Ausgleich der Linzer. Rene Aufhauser, der zuvor bereits wegen
einer Tätlichkeit ausgeschlossen hätte werden müssen, traf nach
91 Minuten zum eher unverdienten Ausgleich.
Etwa 6.500 Zuschauer waren bei diesem OÖ-Derby im Stadion dabei. Die Westtribüne
zeigte zu Beginn des Spiels eine sehr aufwendige Choreographie, bei der im Zentrum
einige Plastikbahnen hochgezogen wurden, auf denen "FORZA RIED" in
grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund zu lesen war. Links und rechts
der Bahnen wurden kleine grüne Plastikfähnchen geschwenkt. Etwa 1-2
Minuten später wurden sämtliche Plastikbahnen mit den Buchstaben umgedreht,
und es erschienen neue Buchstaben in schwarz auf weißem Hintergrund. Nun
war groß "LASK MERDA" zu lesen. Die Linzer Supporter, die zuvor
noch mit Schmährufen gegen die Rieder auffielen wurden dabei plötzlich
ganz ruhig.
Die Stimmung auf der Heimseite zu Beginn recht gut, aber sicher noch verbesserungswürdig.
Nach etwa 15 Minuten flachte die Stimmung aber dann etwas ab, bevor sie ab dem
erneuten Führungstreffer zum 2:1 jedoch noch einmal etwas mehr Fahrt aufnahm.
Die 2. Hälfte begann eher etwas ruhiger, wurde dann aber im Verlauf des
Spiels immer besser. Höhepunkt dabei sicher ein sehr intensives "Wir
sind stolz auf unser Ried...". Viele hektische Szenen auf dem Spielfeld
sorgten fortan auch für mehr Emotionen auf den Rängen, welche noch
mehr Leute zum Support mitreißen konnten. Zwischendurch präsentierte
man auf Rieder Seite auch noch ein Spruchband mit der Aufschrift "28.03.2010
Linzer City Marathon", welches sich auf die schnellen Laufschuhe der Linzer
im letzten Derby bezog. Insgesamt ein recht solider Auftritt der Rieder Fanszene,
auch wenn sich in Sachen Support über die 90 Minuten gesehen die eine oder
andere kleine Schwächephase nicht vermeiden ließ.
Die Gäste aus Linz füllten ihren Sektor recht gut und waren auch im
Nachbarsektor der Osttribüne noch mit einigen Leuten vertreten. Zu Beginn
des Spiels nichts Besonderes, erst in Halbzeit 2 stand eine Choreographie auf
dem Programm. Da die Fanszene aus der Stahlstadt ja scheinbar äußerst
viel Wert auf Abwechslung legt, entschied man sich dieses Mal ausnahmsweise
wieder für eine Zettelchoreographie. "Still not loving Ried"
war auf der Zaunfahne und den in schwarz und weiß gehaltenen Zetteln zu
lesen. Die Stimmung zeitweise recht ansprechend, in manchen Phasen des Spiels
jedoch auch nicht wirklich überzeugend. Zwischendurch gab es immer wieder
ein paar Bengalen, jedoch leider auch diverse Böller...
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