30.04.2011 - Punkteteilung im letzten Derby


Nach zuletzt 3 Derbysiegen in der Meisterschaft und dem Erfolg im Cup-Achtelfinale, konnte man im vorerst letzten OÖ-Derby leider nur 1 Punkt von der Linzer Gugl mitnehmen. Die Anfangsphase der Partie war sehr ausgeglichen, die erste wirkliche Chance fanden aber die Hausherren vor. Diese konnte der Linzer Piermayer mit einem Distanzschuss zur frühen 1:0-Führung nützen. Danach wurde die SVR aber gefährlicher und fand einige gute Gelegenheiten auf den Ausgleich vor. Vor allem nach Standards konnte man für Gefahr im Linzer Strafraum sorgen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Martin Stocklasa nach einem Freistoß per Kopf zum verdienten 1:1-Ausgleich traf (32.Minute). Halbzeit 2 begann zunächst wieder eher ausgeglichen, zwingende Chancen blieben vorerst aber aus. In etwa ab der 60. Minute hatten die Gäste aus Ried aber dann das Spielgeschehen wieder fest im Griff und man drängte auf den Führungstreffer. Der Linzer Schlussmann Thomas Mandl machte in dieser Phase aber zahlreiche Rieder Topchancen zunichte. Sowohl Lexa, als auch Hammerer und danach Guillem und Royer konnten ihre guten Möglichkeiten nicht in Tore ummünzen und somit blieb es beim 1:1. Die SVR bleibt damit zwar weiterhin voll im Rennen um die Europacupplätze, trotzdem hat man hier eine große Chance vergeben, um noch näher an die Zweitplatzierte Wiener Austria heranzukommen und möglicherweise die Verfolger etwas auf Distanz zu halten.

Etwas über 5.000 Leute wollten noch ein letztes Mal bei einem OÖ-Derby auf der Linzer Gugl dabei sein. Rund 1.200 davon waren aus dem Innviertel angereist und bevölkerten den Gästesektor, der somit bis auf die Außenbereiche einigermaßen gut gefüllt war. Die nahezu aussichtslose Lage des LASK (sowohl in sportlicher Hinsicht, als auch in Bezug auf die Lizenzprobleme) wurde zum Thema des Intros im Rieder Fanblock. Mittels einer Todesanzeige am Zaun ("Linzer ASK - *25. Juli 1908 +25. Mai 2011") trug man den Verein der Linzer sprichwörtlich zu Grabe. Dazu wurden im gesamten Block über 1.500 Plastikrosen verteilt, welche zunächst hochgehalten, danach aber ins "Gugl-Grab" geworfen wurden. Ein mit Pfarrerkostüm bekleideter Ried-Supporter, der dieses Begräbnis leitete, durfte natürlich auch nicht fehlen. Im Anschluss daran wurde auch noch der Satz im unteren Bereich der Zaunfahne wahrgemacht. Dort stand "~103 Jahre, die sich in Rauch auflösen" geschrieben und es stieg eine schöne Rauchwolke im Gästeblock auf, die das Gugl-Oval für einige Sekunden ziemlich einnebelte.
Die Stimmung der Ried-Supporter konnte vor allem in der 1. Halbzeit wirklich überzeugen. Trotz des frühen Gegentreffers war durchgehend fast der gesamte Block am Support beteiligt und sorgte für lautstarke Unterstützung der Mannschaft. Auch an Abwechslung mangelte es nicht und optisch sorgte alle paar Minuten auch der Einsatz von Pyrotechnik für einen gelungenen Auftritt der Rieder Szene.
Halbzeit 2 eröffnete man mit einem Gruß in Richtung LASK-Fanblock. Man wollte die auf beiden Seiten immer wiederkehrenden "Hurensöhne"-Gesänge und dergleichen mal etwas vornehmer ausdrücken und präsentierte eine Zaunfahne mit der Aufschrift "How we met your mothers", wobei oberhalb davon das Logo des Nachtclubs "Pascha" hochgeklappt wurde. Untermauert wurde das ganze aber natürlich von den zuvor genannten Gesängen. ;-)
Der Support in Halbzeit 2 reichte bei weitem nicht mehr an die gute erste Halbzeit heran. Auch jetzt kamen zwar vereinzelte Gesänge immer noch überdurchschnittlich laut rüber, die Lautstärke konnte aber mit Abstand nicht mehr so konstant auf hohem Niveau gehalten werden wie noch in den ersten 45 Minuten.

Der LASK-Fanblock nur mit sporadischem Support, dafür aber auch immer wieder mit Einsatz von Pyro und mit einem Spruchband in Bezug auf die Benachteiligung durch den Schiedsrichter im letzten Match. Ansonsten mal wieder "business as usual", denn auch dieses Mal ließen es sich einige Linzer nicht nehmen, in Richtung Gästeblock zu marschieren, um dann 20 Meter vorher von 10 Ordnern aufgehalten zu werden. Nach dem Spiel kamen dann wieder Provokationen von beiden Fanblocks und die Linzer versuchten erneut (dieses Mal in etwas größerer Anzahl) in Richtung Gästeblock durchzukommen. Inzwischen war aber auch der Ordnerdienst und die Polizei mit weitaus mehr Leuten anwesend, was ein Aufeinandertreffen der beiden Fanlager ohnehin nicht möglich machte.

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