17.5.2009 - Klarer Erfolg gegen den entthronten Meister
Nach dem Erfolg über Salzburg vor wenigen Wochen, konnte die SVR auch gegen
den anderen Meister-Kandidaten einen klaren 3:0-Erfolg feiern. In einem von
Beginn an sehr schnell geführten Spiel hatten beide Mannschaften bereits
in den ersten paar Minuten jeweils eine Großchance. Nach und nach übernahm
dann aber die SVR das Spielgeschehen und kam zu einigen weiteren guten Chancen.
Ein Tor von Burgstaller wurde in der 25. Minute wegen angeblichem Abseits fälschlicherweise
aberkannt. Nur kurze Zeit später gab es dann die nächste Fehlentscheidung
zugunsten der Gäste, als Patocka nach einem klaren Torraub an der Strafraumgrenze
nur die gelbe anstatt der roten Karte bekam.
Doch die SVR ließ sich davon nicht beirren und setzte sich in der gegnerischen
Hälfte fest. In Minute 35 wurden sie dann auch endlich belohnt, als Nacho
nach einem Gestocher im Strafraum zum verdienten 1:0 einnetzen konnte. Keine
2 Minuten später war es erneut Nacho, der nach Vorarbeit von Kapitän
Drechsel per Ferse den sehenswerten Treffer zum 2:0 erzielte. Doch auch danach
hatte die SVR noch nicht genug in der 1. Halbzeit. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff
konnte Hamdi Salihi eine schöne Flanke von Lexa per Kopf genau ins linke
Eck verwerten und somit bereits vor der Pause mit dem 3:0 die Vorentscheidung
herbeiführen.
Nach der Pause blieb die SVR weiterhin spielbestimmend und hatte mit einem Stangenschuss
von Drechsel auch gleich nach Wiederbeginn die Chance, die Führung weiter
zu auszubauen. In weiterer Folge wurde dann das Ergebnis geschickt nach Hause
gespielt. Rapid kam zwar noch zu der einen oder anderen Chance, wirklich zwingend
konnten sie aber nicht mehr werden. Nach einer gelb-roten Karte für Kulovits
mussten die Wiener das Spiel zudem mit nur 10 Mann beenden. Somit blieb es schlussendlich
beim verdienten 3:0-Erfolg der SVR, wodurch man nun auf 3 Punkte an die 4.-platzierten
Grazer heranrücken konnte und somit (ein Sieg in Klagenfurt in Runde 35
vorausgesetzt) im direkten Duell am 36. Spieltag noch die Chance hat, Platz
4 und somit vielleicht einen Startplatz in der Europa-League zu erreichen.
7.600 Fans bescherten der SVR an diesem Sonntagnachmittag wieder einmal ein
ausverkauftes Haus. Der Weststand konnte in den ersten 10-15 Minuten mit überdurchschnittlich
lautem Support durchaus überzeugen. Danach fehlte allerdings ein wenig
die Abwechslung und es wurde sich zu sehr auf Dauergesänge konzentriert.
Darunter litt auch eindeutig die Lautstärke, wodurch man bis zum Führungstor
in der 35. Minute mit dem Support nicht wirklich zufrieden sein konnte. Durch
das Tor wurden aber wieder neue Kräfte freigesetzt und wieder mehr Leute
dazu motiviert in weiterer Folge unser Team lautstark anzufeuern. In dieser
Phase konnte sogar das gute Niveau der Anfangsminuten noch einmal ein wenig
übertroffen werden. In der 2. Halbzeit gab es dann eine über weite
Strecken recht ansprechende Stimmung, allerdings ohne besondere Highlights aber
auch ohne wirkliche Stimmungspausen. Nach dem Spiel konnte dann wieder die gesamte
West, sowie sogar vereinzelte Teile der Sitzplatztribünen, beim bekannten
Siegesritual mit der Mannschaft, zum Mitmachen bewegt werden.
Der Gästeblock war bereits seit langer Zeit ausverkauft und somit fanden
sich auch in den angrenzenden Sitzplatzsektoren einige Wiener ein. Diverse grün-weiße
Anhänger hatten sich sogar auf die West verirrt. Vollkommen unverständlich,
dass Auswärtsfans auch inklusive Fanutensilien der Zutritt auf die Fantribüne
der Heimfans gestattet wird. Sowas sollte die SVR in Zukunft auf jeden Fall
vermeiden, denn in anderen Stadien ist dies auch vollkommen undenkbar.
Insgesamt waren also wohl etwas mehr als 1.000 Rapid-Fans im Stadion, davon
wohl auch ein großer Teil aus den ländlichen Gebieten Oberösterreichs.
Wie auch immer, die Tornados präsentierten zu Beginn eine Choreo mit dem
Motto "Today Tomorrow Tornados", wobei der Gästesektor in Grün-Weiß
eingefärbt wurde. Über das gesamte Spiel zeigten die Gäste recht
soliden Support. Es war dauerhaft jede Menge an Bewegung im Sektor, in Sachen
Lautstärke hat man aber trotzdem schon deutlich bessere Auftritte von ihnen
in Ried gesehen.
Ein etwas negativer Beigeschmack entsteht durch diesen Sieg aber trotzdem, da
man somit den Kommerzlern aus Salzburg dazu verhilft, vorzeitig den Meistertitel
zu fixieren.
Für uns selbst gilt es jetzt, soviele Leute wie möglich für das
wichtige Spiel in Klagenfurt zu mobilisieren, um auch dort die Mannschaft anständig
zu unterstützen und sie zu einem weiteren Sieg zu führen, damit die
Chance auf Platz 4 weiterhin bestehen bleibt.
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