31.10.2009 - Knappe Niederlage in St.Hanappi


Das dritte Spiel innerhalb einer Woche führte unsere Mannschaft nach Hütteldorf, wo man es ja traditionell immer sehr schwer hat zu punkten. Auch an diesem eiskalten Samstagabend gab es leider nichts zu holen. Die SVR spielte zwar von Beginn an ganz gut mit, gefährlicher waren allerdings die Hausherren und diese konnten auch bereits nach 12 Minuten mit 1:0 in Führung gehen. Die beiden Teams zeigten im Anschluss eine recht offene Partie, wobei Nacho per Kopf und per Fallrückzieher zweimal eine sehr gute Ausgleichschance vergab. Die Wiener kamen in dieser Phase aber auch noch mehrmals gefährlich vor das Rieder Tor. Mit der knappen Führung ging es aber in die Pause. Bereits wenige Minuten nach dem Seitenwechsel dann große Aufregung im Stadion. Der Rapidler Gartler soll Martin Stocklasa während einem Zweikampf ins Gesicht geschlagen haben und wurde des Feldes verwiesen. Eine etwas strittige Entscheidung, da man dabei keine wirkliche Absicht erkennen konnte, sondern das Ganze viel eher nach einer natürlichen Bewegung, die im Zweikampf passiert, aussah. In weiterer Folge hatte die SVR das Spiel dann zwar fest in der Hand und man drängte den Gegner tief in die eigene Hälfte, jedoch konnte man keine wirklich zwingenden Torchancen herausspielen. Rapid verteidigte teilweise mit allen 9 verbliebenen Feldspielern am eigenen Sechzener und machten somit ein Durchkommen fast unmöglich. Die Wiener also einmal in der Rolle, die sie ja bei Ried schon das eine oder andere Mal kritisiert haben bzw. die den Riedern immer unterstellt wird. Bereits in der Nachspielzeit flog dann auch noch Phillip Huspek mit Gelb-Rot vom Platz. Schlussendlich schaute also auf beiden Seiten nichts Zählbares mehr heraus und es blieb beim engen 1:0-Erfolg der Wiener.

Das Hanappi-Stadion war an diesem Abend mit etwas über 16.000 Zusehern recht gut gefüllt. In etwa 250 Rieder fanden sich dabei im Gästesektor ein. Zu Beginn des Spiels gab es vom Block West, der Ostkurve und dem Gästesektor eine gemeinsame Aktion gegen das neue Pyrogesetz. In allen 3 Sektoren war ein Spruchband mit der Aufschrift "legal und kontrolliert statt illegal und kriminalisiert" zu sehen und dahinter im Sektor gab es reichlich an Pyro zu bestaunen. Man wollte damit einmal mehr aufzeigen, dass so eine Pyroshow sehr wohl ganz kontrolliert und organisiert ablaufen kann und die Argumente der Politik teilweise sehr aus der Luft gegriffen sind. Der Block West zeigte im Laufe des Spiels auch noch sehr passende Spruchbänder zum Thema Pyrogesetz, wie beispielsweise "In der Kurve verboten, neben der Piste erlaubt, haben sie euch die Logik geraubt."
Stimmungmäßig war auch im Gästeblock von Beginn an durchaus etwas los, obwohl man an den sehr guten Auftritt zuletzt in Salzburg nicht herankam. Trotzdem wurde in Halbzeit 1 auch nach dem frühen Gegentor weiterhin fleißig supportet und es war auch einiges an Bewegung im Sektor. Nach der Pause schlief die Stimmung dann ein wenig ein, wurde jedoch in der hitzigen Schlussphase des Spiels noch einmal deutlich besser. Alles in Allem ein recht solider Auftritt, wobei man in Hütteldorf in den letzten Jahren auch schon das eine oder andere Mal eine bessere Performance abliefern konnte.
Der Block West zeigte gewohnt guten Support und fiel auch während des Spiels immer mal wieder mit etwas Pyro auf. Der Support auf der Ost hingegen eher schwach, von denen hatte man zumindest auch schon Besseres gesehen.

Eine Niederlage in Hütteldorf ist mit Sicherheit keine Blamage, viel wichtiger wird es jetzt sein, kommenden Sonntag den abgeschlagegenen Tabellenletzten wieder mit 0 Punkten nach Hause zu schicken.

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