09.04.2010 - SVR vs. Rapid 1:3
In einem von Beginn an recht flotten Spiel bestimmte die SVR zuerst eindeutig
das Geschehen. In den ersten 15 Minuten fand man zahlreiche Tormöglichkeiten
vor, 3 davon waren absolute Topchancen, welche jedoch allesamt vergeben bzw.
vom sehr starken Rapid-Goalie Hedl vereitelt wurden. Danach kam Rapid etwas
besser ins Spiel, wurde aber vorerst noch nicht wirklich gefährlich. Mit
der ersten richtigen Torchance konnten die Gäste dann aber in Führung
gehen, als Boskovic in der 31. Minute nach einem Eckball per Kopf traf. Das
Spiel blieb weiterhin ausgeglichen, doch bereits 5 Minuten nach dem Führungstor
nützten die Rapidler auch ihre 2. Torchance und erhöhten auf 0:2.
Die Heimseite konnte dann aber kurz vor der Pause doch noch einmal Hoffnung
schöpfen, als Markus Hammerer zum 1:2 traf.
In der 2. Halbzeit konnte dann die SVR aber leider kaum noch nachlegen und im
Vergleich zum 1.Durchgang waren hochkarätige Torchancen nun Mangelware.
Rapid hingegen konnte durch einen sehr umstrittenen Elfmeterpfiff in der 55.
Minute den 2-Tore Vorsprung wieder herstellen. Man kann nicht leugnen, dass
eine Berührung von Reifeltshammer in dieser Situation da war, doch für
einen Elfmeter reicht dies eindeutig nicht aus. Wäre diese Situation an
diesem Abend im anderen Sechzehner passiert, so hätte wohl der Rieder Angreifer
eine gelbe Karte für eine Schwalbe bekommen. Auch bei vielen anderen Situationen
war die Rapid-Lastigkeit des Herrn Schörgenhofer ganz deutlich zu erkennen.
Allein Drazan nahm in diesem Spiel gezählte 5 Mal bei der Ballannahme die
Hand zur Hilfe, wurde dabei jedoch kein einziges Mal zurückgepfiffen. Zahlreiche
gelbe (im Fall von Thonhofer sogar rote) Karten wurden auf Rapids Seite unverständlicherweise
nicht gegeben, im Gegenzug dazu bekam man auf Rieder Seite für Kleinigkeiten
schon den gelben Karton entgegengestreckt. Man kann nicht sagen, dass nur der
Schiedsrichter die Schuld an dieser Niederlage trägt, denn hätte man
eine der Chancen zu Beginn genützt, dann hätte es ganz anders laufen
können, jedoch war in vielen Situationen eine klare Bevorzugung der Grün-Weißen
an diesem Abend einfach nicht zu leugnen.
Trotz der eher unbefriedigenden Ergebnisse in letzter Zeit fand dieses Spiel
vor fast ausverkauftem Haus statt. 7.200 Zuschauer wollten sich die Partie gegen
den Rekordmeister nicht entgehen lassen. Auf der Westtribüne präsentierte
man bereits vor Spielbeginn ein Spruchband für Herwig Drechsel, dessen
Vertrag ja bekanntlich nicht mehr verlängert werden soll. "14 Jahre
für Ried agiert - Plötzlich abserviert! - Was soll das?" war,
untermauert von lautstarken "Wiggerl"-Rufen, auf dem Spruchband zu
lesen. Als Intro waren dann zahlreiche Fahnen und Doppelhalter im Einsatz, zusätzlich
dazu noch etwas Pyroeinsatz in Form von 3-4 bengalischen Fackeln. Die Stimmung
in den Anfangsminuten noch recht vielversprechend und durch die vielen Chancen
auch euphorisch, flachte danach sehr schnell ab und kam das gesamte Spiel über
nicht mehr richtig in Fahrt. In Halbzeit 2 stand dann eher das Beschimpfen des
Schiedsrichters und nicht der Support der eigenen Mannschaft im Vordergrund.
Insgesamt also ein eher durchwachsener Auftritt der Rieder Westtribüne,
zu dem der ungünstige Spielverlauf natürlich auch wesentlich beigetragen
hatte.
Die Gäste füllten auch dieses Mal wieder ihren Sektor und hatten auch
im ganzen Stadion noch einige Fans verstreut. Insgesamt wohl knapp 1000 Grün-Weiße
an diesem Abend im Stadion. Als Intro präsentierten die Fanclubs eine Zaunfahne
mit der Aufschrift "Support, Pyro und Rapid Wien", auf einer Überziehfahne
über dem gesamten Sektor wurden diese Schlagworte dann auch noch in Bildern
dargestellt. Das Intro für Halbzeit 2 stand dann ganz im Zeichen von Pyrotechnik.
Auch jeweils nach den Toren wurde im Gästeblock fleißig gezündelt.
Die Stimmung das gesamte Spiel über recht überzeugend. Auch 15 Minuten
nach dem Spiel blieb der Großteil der Rapid-Fans noch auf der Tribüne
und feierte einerseits ihre Spieler beim Auslaufen und zeigte andererseits den
Hass gegenüber Fekter, Veilchen und Bullen mit diversen Sprechchören.
Bleibt zu hoffen, dass zumindest im Cup-Halbfinale an die Leistung der ersten
15 Minuten angeschlossen werden kann und dann auch das Glück beim Torabschluss
wieder zurückkehrt. Davor stehen jedoch noch das schwere Auswärtsspiel
in Salzburg, sowie das Heimspiel gegen Kapfenberg auf dem Programm.
<< ZURÜCK zur
Übersicht