21.11.2009 - Auswärtssieg in Graz
Nach mehr als 8 Jahren gelang der SVR an diesem Samstagabend wieder einmal ein
Auswärtssieg bei Sturm. Die Schwarz-Grünen spielten von Beginn an
recht gut mit und ließen in der ersten Halbzeit kaum Chancen des Gegners
zu. Auch selbst war man jedoch in den ersten 45 Minuten kaum gefährlich.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen dann zu Beginn die Hausherren das Kommando
und kamen dabei zu den ersten wirklichen Chancen. Doch blieben diese vorerst
ungenützt. Anders bei der SVR, hier wurde eine der ersten wirklichen Chancen
zur Führung genutzt. Stefan Lexa zog nach einer Vorlage von Nuhiu aus rund
25 Metern ab und traf schön ins lange Eck. Nach einer Stunde also die nicht
unverdiente Rieder Führung, die vor allem durch eine sehr souveräne
Defensivleistung ermöglicht wurde. Die Grazer zwar in den kommenden Minuten
wieder leicht tonangebend, jedoch zumeist ohne wirkliche Torgefahr erzeugen
zu können. Nach 83 Minuten dann die Entscheidung, nachdem Nacho den Ball
mit etwas Glück ins Grazer Tor befördern konnte. Er rutschte zwar
bei seinem Schussversuch zunächst weg, konnte den Ball jedoch dann noch
behaupten und der von Torhüter Gratzei noch abgewehrte Ball senkte sich
genau hinter ihm ins Tor.
Insgesamt waren an diesem Abend knapp 10.000 Besucher ins Stadion gekommen,
davon etwa 200 aus dem Innviertel. Die Rieder verzichteten dieses Mal auf die
einzelnen Fanclub-Transparente und präsentierten stattdessen einen in grün-schwarz
gehaltenen Banner mit der Aufschrift "4910 Ried im Pyrokreis". Dazu
wurde in Halbzeit 1 zunächst etwas Stoff in Form von Fahnen und Doppelhaltern
gezeigt. Die Stimmung im Gästeblock zu Beginn ganz gut, schlief jedoch
im Laufe der ersten Hälfte, auch bedingt durch teils zu viele Dauergesänge,
recht schnell ein. Als Intro der 2. Halbzeit dann das zum Banner passende Spruchband.
"Auch 2010 unsere Adresse" war in Anspielung auf das neue Pyrogesetz
zu lesen. Dazu gab es zahlreiche bengalische Feuer zu bestaunen. Die Stimmung
blieb jedoch vorerst bis zum Führungstreffer eher mittelmäßig
bis schwach. Dafür wurde sie danach umso ausgelassener. Die Rieder Führung
schmeckte den Grazern in den angrenzenden Sektor natürlich auch nicht.
Es kam nun immer wieder zu Provokationen zwischen den Sektoren und teilweise
flogen auch Becher und andere Gegenstände hin und her. Nach ein paar Minuten
war die Situation aber wieder halbwegs beruhigt und man besinnte sich auf Rieder
Seite wieder auf das supporten der eigenen Mannschaft. Die Stimmung zu diesem
Zeitpunkt dann auch recht ansprechend. Endlich war etwas mehr Abwechslung vorhanden
und die Gesänge kamen großteils recht lautstark rüber. Die Stimmung
wurde nun durch das eine oder andere bengalische Feuer noch weiter aufgeheizt.
Alles in Allem also ein passabler Auftritt der Rieder Fanszene in Graz, wobei
Schwächephasen vor allem in der ersten Halbzeit nicht zu verbergen waren.
Auf Grazer Seite waren zwar vereinzelte Gesänge sehr lautstark zu vernehemen,
zwischendurch zeigten sich aber oftmals ungewohnte Schwächen. Ein Kompliment
muss man den Grazern jedoch für die sehr gelungene Pyroaktion zu Beginn
der 2. Halbzeit aussprechen. Auf einem Spruchband am Zaun war zu lesen: "Hier
funkelts wie das blau in deinen Augen - du Sumpftaub'n". Dazu wurde in
der Mitte des Heimsektors ein großer Doppelhalter mit unserer Frau Innenministerin
gezeigt und verteilt auf die ganze Tribüne fleißig gezündelt.
Mit diesem unerwarteten Auswärtssieg bleibt man weiterhin einigermaßen
knapp an den Top4 der Liga dran. Jetzt folgt ein Heimspiel gegen den Tabellennachbarn
aus Mattersburg, bevor dann der nächste Euro-League-Fighter Austria Wien
in Ried zu Gast ist.
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