31.07.2009 - 1. Saisonniederlage in Wr. Neustadt
Am Freitagabend setzte es in der 3.Runde die erste Saisonniederlage beim Aufsteiger
aus Wr. Neustadt. In einem zu Beginn recht höhepunktlosen Spiel ging man
mit einem 0:0 in die Pause, bevor in Halbzeit 2 die SVR etwas stärker wurde
und das Spiel vorerst bestimmte. Bereits in der 51. Minute wurde man dann auch
schon belohnt und die SV Ried ging durch einen schönen Distanzschuss von
Stefan Lexa mit 1:0 in Führung. Leider tauchte in der Folge wieder das
altbekannte Problem der Vorsaison auf, wo man oftmals in Führung ging,
diese aber nicht über die Zeit bringen konnte. Bereits etwa 10 Minuten
nach der Führung kamen die Hausherren zum Ausgleich, bevor sie in der 72.
Minute sogar noch den Führungstreffer zum 2:1 erzielten. Die SVR fand zwar
noch die eine oder andere Chance auf den Ausgleich vor, jedoch waren auch die
Wr. Neustädter noch in einigen Aktionen gefährlich. Es blieb schlussendlich
aber beim knappen Heimsieg des Aufsteigers, der somit an Punkten mit der SVR
gleichziehen konnte und nun auch bei bisher 6 Zählern steht.
Die Rieder Fanszene reiste am Freitagnachmittag teils mit Bussen und teils mit
dem Zug an. Unsere Gruppe war an diesem Nachmittag bei den rund 50 Zugreisenden
dabei, welche bereits kurz nach Mittag in Ried starteten. Man entschied sich
diesmal mit billigen Tickets anzureisen und musste sich daher auf Regionalzüge
konzentieren, was natürlich die Fahrt etwas verlängerte. Nachdem man
bereits mehrmals umsteigen musste, kam man in St.Pölten an, wo man beschloss,
den bereits aufgebrauchten Reiseproviant etwas aufzufüllen. Dadurch verlor
man zwar eine Stunde bis es weiterging, allerdings war durch den frühen
Reisestart noch mehr als genug Zeit um rechtzeitig zum Spiel zu kommen. Einige
Zeit später kam man dann am Westbahnhof in Wien an, von wo es kurzzeitig
mit der U-Bahn weiterging. Erst nach einigen Stationen mit der U-Bahn setzte
man sich erneut in einen Regionalzug, der uns nun endlich wirklich nach Wiener
Neustadt bringen sollte. Dort angekommen wurde in der Innenstadt erst einmal
das ein oder andere Lokal aufgesucht, um sich vor dem Gang ins Stadion noch
einmal ordentlich mit Getränken zu stärken. Auf unserem Weg ins Stadion
wurde auch noch das ein oder andere Mobfoto geschossen, bevor man etwa 45 Minuten
vor Spielbeginn beim Stadion eintraf.
Dort erwartete uns mit 2.700 Zuschauern eine eindeutig nicht bundesligareife
Kulisse. Im Gästeblock fanden sich nun insgesamt etwas über 150 Leute
ein. Zu Beginn des Spiels konnte man kurzzeitig einigermaßen anspruchsvollen
Support bieten, jedoch zeigte sich schnell, dass mit der Zeit nur noch ein kleiner
Kern mit rund 50-60 Leuten wirklich aktiv mitmachte. Das vorerst ziemlich höhepunktarme
Spiel konnte dabei natürlich auch nicht für mehr Schwung im Gästeblock
sorgen. Gegen Ende der 1. Halbzeit versuchte man dann zwar nochmal, die Leute
im Gästeblock etwas enger zusammen zu treiben, was aber auch nur kurzzeitig
für mehr Beteiligung sorgte. In Halbzeit 2 konnte zumindest der Führungstreffer
der SVR für einen kurzzeitigen Aufschwung sorgen, denn plötzlich war
nochmal der gesamte Block motiviert, die Mannschaft zu unterstützen. Konnte
man das 1:1 noch einigermaßen verkraften, so sorgte das 1:2 nicht nur
auf dem Spielfeld für die SVR, sondern auch im Gästesektor für
einen ordentlichen Dämpfer. Die Tatsache, dass einige gegen Ende des Spiels
den Zaun erklommen, sorgte schnell für ein Polizeiaufgebot direkt vor dem
Gästesektor. Schlussendlich ereignete sich dabei aber nichts Nennenswertes
mehr.
Auf der mikrigen Tribüne der Heim-"Fans" gab es zu Beginn etwas
Pyro, ansonsten waren die maximal 20-30 Supporter aber während des Spiels
von unserer Position aus, trotz eher bescheidenem Support unsererseits, nicht
zu vernehmen. Irgendwie bleibt es aber weiterhin unverständlich, wieso
sich die selbsternannten Ultras aus Wiener Neustadt einem Kunstprodukt, wie
es der SC Magna nun mal ist, anschließen konnte. Ein Verein, dem durch
hin und hergeschobene Lizenzen der Weg in Österreichs Profifußball
ermöglicht wird, ist im Prinzip nahezu gleichzusetzen mit einem Kunstclub
à la RB Salzburg. Daher bleibt die Frage, wie sich das mit einer ultraorientierten
Einstellung vereinbaren lässt...
Nach dem Spiel nützten einige der Zugfahrer freie Plätze im Bus des
FCSG für die Heimreise, während andere wieder zurück in die Wiener
Neustädter Innenstadt marschierten und es ein paar weitere zum Fortgehen
nach Wien verschlug. Die beiden letztgenannten Gruppen reisten dann mit dem
ersten Zug morgens gegen 5 Uhr wieder in Richtung Heimat.
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