21.08.2010 - Höhenflug geht weiter


Wer hätte das gedacht - nach dem 4:1 in Mattersburg und dem 1:0 in Wien bei der Austria siegt die SVR auch im dritten Auswärtsspiel der Saison und das sogar klar mit 5:0 in Wiener Neustadt. Somit hat man zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Auswärtssiege zu verbuchen als in der gesamten letzten Saison. In den Anfangsminuten war die Partie noch durchaus offen, etwas gefährlicher war aber auch hier schon die SVR. Ab der 25. Minute gehörte die Partie aber dann endgültig den Gästen. Der Wr. Neustädter Kostal wusste sich gegen Guillem im Strafraum nur noch mit einem Foul zu helfen und sah dafür zurecht rot. Den verhängten Elfmeter verwertete der Spanier dann selbst eiskalt. Nur wenige Minuten später war es erneut Guillem, der die Führung auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause brachte man dann in Person von Jan-Marc Riegler die sichere Führung noch einmal in Gefahr. Durch 2 ziemlich unnötige Fouls innerhalb von 10 Minuten holte sich der Verteidiger die Gelb-Rote Karte. Dadurch hieß es in den zweiten 45 Minuten 10 gegen 10, was die Hausherren natürlich wieder etwas hoffen ließ.
In den ersten Minuten der 2. Halbzeit konnten die Wr. Neustädter dann auch die eine oder andere Chance auf den Anschlusstreffer herausspielen, das Tor machte dann aber wieder die SVR. Das 3:0 durch Ivan Carril war zugleich die Entscheidung nach rund 55 Minuten. Von nun an konnten die Hausherren kaum noch etwas entgegen setzen und die SVR fand noch einige weitere Chancen vor. Eine davon konnte erneute der Spanier Guillem zum 4:0 in der 68. Minute nutzen. Das 5:0 dann nach 73 Minuten durch Linksverteidiger Thomas Schrammel.
Insgesamt eine tolle mannschaftliche Leistung, in der dieses Mal auch die Chancenauswertung absolut passte. Dadurch darf man in Ried zumindest eine weitere Woche von der Spitze der Tabelle herunterblicken.

Knapp 2.000 Leute wollten das Duell des Drittplatzierten gegen den Tabellenführer an diesem Samstagabend sehen. Aus Ried waren rund 150-200 Anhänger angereist. Zu Beginn des Spieles präsentierte man im Gästeblock eine Zaunfahne mit der Aufschrift "Spitzenreiter", dazu wurden im ganzen Block schwarz-grüne Zetteln mit der Nr.1 darauf verteilt. In der Mitte des Sektors wurde dazu dann noch ein Doppelhalter mit der aktuellen Tabelle hochgehalten. Nach einigen Minuten wurde dann der Spitzenreiter-Banner durch die einzelnen Fanclub-Transparente ersetzt.
Schon in den ersten Minuten konnte man mit recht guter Stimmung loslegen. Die Gesänge kamen großteils sehr laut rüber und wurden auch jeweils nicht zu lange gesungen, wodurch eine recht gute Abwechslung vorhanden war. Nach etwa 20 Minuten merkte man dann schön langsam, dass die Intensität der Gesänge eher schwächer wurde und immer weniger Leute aktiv mitmachten. Glücklicherweise fiel genau in diesen Minuten das 1:0 für die SVR, was dem Gästeblock wieder neues Leben einhauchte. Von nun an gab es auch bis zur Pause einen recht soliden Support.
In Halbzeit 2 wurde als Intro etwas Stoff in Form von Fahnen und Doppelhaltern präsentiert. In der Mitte des Sektors stieg zudem auch etwas Rauch auf. Stimmungsmäßig schwächelte man zu Beginn noch etwas, danach wurden aber einige ältere Klassiker angestimmt und schön langsam konnten auch wieder mehr Leute zum Mitmachen angeregt werden. Spätestens ab dem 4:0 war die Stimmung dann aber auf dem Höhepunkt. Nun erreichte man wieder eine sehr gute Lautstärke und diverse Gesänge und Sprechchöre hallten sehr schön von der Gegentribüne zurück.
Insgesamt also ein durchaus gelungener Auftritt der Rieder Fanszene mit einer recht ansehnlichen Choreographie zu Beginn und einer größtenteils sehr ansprechenden Stimmung.

Die Heimkurve machte sich nur selten bemerkbar. Wenn jedoch mal etwas zu hören war, dann ging dies sogar eher von den Sitzplätzen auf der Haupttribüne aus. Von organisiertem Support kann man aber in diesem Fall auch nicht sprechen.

Nächste Woche ist mit Kapfenberg ein Gegner in Ried zu Gast, der ebenfalls recht gut in diese Meisterschaft gestartet ist. Mit einer konzentrierten Leistung sollte es aber auch in diesem Spiel möglich sein, die erhofften 3 Punkte einzufahren.

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